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Steve Sabol (1942, 2012) war einer der einflussreichsten visuellen Geschichtenerzähler der Sportgeschichte, ein Filmemacher, Künstler und eine kreative Kraft, deren Fantasie die NFL in ein Kinoerlebnis verwandelte. Als langjähriger Präsident von NFL Films und Sohn des Gründers Ed Sabol trug Steve dazu bei, aus einem kleinen Familienunternehmen eine der berühmtesten Produktionsfirmen der amerikanischen Medien zu machen, und gewann mehr als 40 Emmy Awards in den Bereichen Drehbuch, Kamera, Schnitt und Regie, eine beispiellose Leistung im Sportfilmschaffen. Sabol wurde in Moorestown, New Jersey, geboren und wuchs umgeben von Kunst und Leichtathletik auf. Seine Mutter Audrey war Kunstsammlerin und sein Vater war ein angehender Filmemacher. Am Colorado College studierte er Kunstgeschichte und spielte gleichzeitig die Rolle des Running Backs, eine Kombination, die später seinen charakteristischen Stil prägen sollte: der Sportler mit dem Blick eines Künstlers. Als sich sein Vater die Rechte sicherte, das NFL Championship Game 1962 zu filmen, kam Steve als Kameramann hinzu und erwies sich schnell als begabter visueller Geschichtenerzähler mit einem Gespür für Drama, Komposition und Emotionen. Als NFL Films expandierte, wurde Sabol zu seinem kreativen Herzschlag. Er war Vorreiter bei Techniken, die heute in Sportmedien zum Standard gehören, Zeitlupe, Nahaufnahmen mit engen Spiralen, Mikrofone auf dem Spielfeld, Orchesterbesetzung und poetische Erzählung. Seine Philosophie war einfach: Fußball sollte wie Hollywood-Mythen gefilmt werden. Er schrieb Drehbücher, kommentierte Filme, schnitt Highlight-Reels und verfasste sogar „The Autumn Wind“, das ikonische Gedicht, das von den Oakland Raiders angenommen wurde. In den 1980er Jahren war Sabol auch eine bekannte On-Air-Persönlichkeit, die Humor und Einsicht in ESPN-Segmente und NFL Films-Specials brachte. Später spielte er eine Schlüsselrolle bei der Gründung von NFL Network und weitete das Storytelling-Erbe des Unternehmens in das digitale Zeitalter aus. Seine Arbeit brachte ihm den Dan Reeves Pioneer Award, den Pete Rozelle Award, die Aufnahme in die Philadelphia Sports Hall of Fame und schließlich die Pro Football Hall of Fame Class of 2020 ein. Sabol arbeitete bis zu seinem Tod im Jahr 2012 weiter und hinterließ nicht nur ein riesiges Archiv an Filmen, sondern auch eine Philosophie: Sport ist nicht nur ein Spiel, sondern eine Geschichte, episch, emotional und zutiefst menschlich. Sein Schreibtisch bei NFL Films bleibt unberührt, eine stille Hommage an den Mann, der Amerika beigebracht hat, wie man Football fühlt.
